Ukraine 2013 – Tschernobyl Tag 2

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Wie vermutet sieht es in der Stadt Tschernobyl schlecht aus mit Internet. Auch im Hotel hier im Ort ist keines vorhanden. Deswegen wird der Bericht sowie die Fotos einfach nachgereicht.

Der Tag heute fing wie abgeklärt mit dem Frühstück auf dem Zimmer an. Gegen 6:30 kam der Zimmerservice und brachte die Brötchen mit Wurst, Käse, Marmelade und Honig, sowie Spiegelei und vor allem Kaffee und OSaft. Kurz nach sieben checkte ich aus und lief zur Metro. Diesmal klappte alles auf Anhieb.

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Kurz vor acht traf ich am McDonald’s an der Central Station ein. Dort warteten schon um die 20 Leute auf die Tour. Mit ein wenig Verspätung starteten wir halb neun in unser Abenteuer.

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Nach fast 2 Stunden Fahrt erreichten wir den ersten Checkpoint. Dieser markiert die 30 km Zone rund um das AKW. Dieses Gebiet ist mittlerweile auch als Nationalpark gekennzeichnet. Hier hielten wir auch zum ersten mal und sahen uns ein Denkmal an. Dieses wurde zu Ehren der gefallenen des 2. Weltkrieges errichtet.

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Kurz hinter dem Denkmal war das ehemals als Kulturzentrum genutzte Gebäude. Hier traf man sich und tanzte und genoss sein Leben. Dieses Gebäude stellte auch gleichzeitig unser erstes von innen besichtigtes Gebäude dar.

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Da der Ort Chernobyl, oder eigentlich Tschornobyl noch außerhalb der 10km Sperrzone liegt erreichten wir den Ort ohne weiteren Checkpoint. Hier hielten wir an einem Denkmal, wo viel Ortsschilder aufgestellt und zum teils auch geschmückt mit Blumen waren. Diese Schilder stehen für die evakuierten Orte infolge der Nuklearkatastrophe.

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Neben diesen Platz befand sich auch noch eine Engelsstatue. Viel beeindruckender war aber das benachbarte Gebäude. Vor allem die Malerei. Es befanden sich viele Storchenbilder und Nester an der Hauswand. Nach der Katastrophe wurden alle Tiere in näher Umgebung getötet. Somit auch die Störche die hier zahlreich waren. Da diese hier auch als Symbol für Nachwuchs gelten verschwanden nicht nur die Störche.

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Nun konnten wir erstmals ins Hotel einchecken und die Taschen abstellen. Kurz darauf ging es dann auch schon zum Mittagessen. Dieses bekamen wir in der Kantine. Die einzige in diesem Ort. Hier leben mittlerweile Arbeitsbedingungen wieder ca. 3000 Menschen. Diese verrichten in Schichten ihren Dienst und verlassen an den freien Tage die Sperrzonen und gehen zurück zu ihren Familien.

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Noch schnell im einzigen Shop Nachschub an Wasser kaufen und dann hieß es, kurz hinter Tschernobyl die zweite Zone zu passieren. Ab hier ist die 10km Sperrzone. Kurz dahinter hielten sowie an der Feuerwehr, diese pflegt ein Denkmal welches den ersten vor Ort eingetroffenen Feuerwehrmännern gewidmet ist.

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Nun hielten wir an einem Kindergarten in einen kleinen Ort. Hier befand sich ein sogenannter Hotspot. das sind Bereiche mit sehr hoher Strahlung. Der Bereich kann dabei auch auf wenige Quadratzentimeter begrenzt sein. Im Kindergarten war die Stimmung sehr bedrückend, da gerade hier sichtbar wurde wie Familien auf einmal alles stehen und liegen lassen mussten.

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Jetzt näherten wir uns dem Chernobyl Nuclear Power Plant. An der Straße hielten wir um erst mal einen Überblick zu bekommen. Beben einen nicht vollendeten Reaktor und Kühlturm konnten wir auch den Reaktor Nr. 4 sehen und den neuen Sarkophag.

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Seither hat sich das Bild auch hier verändert. Der Fluss zum kühlen wird abgelassen. Der „Catfish“ ist auch schon verschwunden. Frühere Gruppen konnten diesen riesigen Fisch des Öfteren füttern.

Mittlerweile befanden wir uns am Aussichtspunkt zum Reaktor Nr. 4 und machten alle wieder Fotos. Hier war es strengstens verboten Doris außerhalb der zwei genehmigten Richtungen zu machen. Schließlich wurden wir von über 50 Überwachungskameras gefilmt. Interessant hier war vor allem, dass das Denkmal symbolisch und in Real Strahlung von AKW abhält.

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Hinter dem AKW liegt die Retorten Stadt Prypjat. Zuerst hielten wir am Ortsschild. Hier allerdings zeitgleich mit der Warnung über nukleare Strahlung. Dann führen wir zum Bahnhof, wo neben normalen Zügen auch noch Spezialzüge zur Katastrophenbekämpfung stehen. Kurz vor dem Checkpoint zur Stadt, besuchten wir noch den Busbahnhof.

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Nach passieren der Schranke hielten wir am Stadtplatz und liefen zunächst für zwei Stunden durch die Stadt. Dabei besuchten wir unter anderem den Supermarkt, das Restaurant, das Theater und den berühmten Jahrmarkt. Diese sollte am 1. Mai eröffnet werden. Doch dazu kam es nicht mehr. Aber wie mir die Reiseführerin erzählte durften vor der Eröffnung einige Kinder die Fahrgeschäfte testen.

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Am Autoskooter existierte ebenfalls einer dieser Hotspots. Bei einer eigentlichen Strahlung von 0,3 Mikrosievert schnellte der Geigerzähler auf über 20.

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In der allmählichen Abenddämmerung fing es zum Stadion. Hier erkannt man nur die Tribünen. Mit viel Fantasie noch die Laufbahn. Aber der Innenraum war inzwischen zu einem Wald verkommen. Dazwischen der ein oder andere umgekippte Lichtmast.

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Noch zum Abschluss ein kleiner Laden und eine Grundschule besichtigt ging es wieder nach Tschernobyl zum Abendessen. Anschließend zum Shop um noch Getränke zu holen und als Gruppe den Abend ausklingen zu lassen. Ein Tag mit vielen Eindrücken, sowohl atemberaubend und auch schockierende.

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Fotos und Zusammenfassung vom zweiten Tag in der Sperrzone folgt morgen.

Ich hoffe ihr fandet den Text interessant und er ermöglicht euch einen groben Einblick.

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