Ukraine 2013 – Tschernobyl Tag 3

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Zuerst ging es wieder in die Kantine, dort gab es das Frühstück, welches sich wenig vom Mittag und Abendessen Unterschied. Leider fehlte auch der Kaffee. Aber es ist halt alles zweckmäßig.

Nun konnten wir wieder den Checkpoint zur 10km Zone passieren. Auf dem weg innerhalb dieser Zone ist bis zum AKW eigentlich nur Grün. Wie bereits geschrieben ist das ein Nationalpark. Als ein paar Leute in Auto abgelenkt waren, unser Fahrzeug bestand aus 3 Australiern, 1 Amerikaner, 1 Briten und mir, bemerkte ich und der Fahrer wie in kurzer Entfernung vor uns ein Reh mit seinen Rehkitz die Straßenseite wechselten. Kurz bevor sie in Grün verschwanden hielten sie an und sahen in unsere Richtung. Irgendwie doch ein merkwürdiges Gefühl. Aber auch bemerkenswert wie sich die Tiere darauf eingestellt haben und nun fast ungestört hier leben.

Heute stand in Prypjat das Schwimmbad, eine Schule und ein 16. Etagen Hochhaus auf dem Plan. In der Schule stapelten sich teilweise bis zu einem Meter hoch die Schulbücher auf den Boden. Teilweise waren die Tafeln noch lesbar und man sah auch in welchen Raum welches Fach unterrichtet wurde.

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Den wohl besten Ausblick über die Situation hier hatten wir von Dach eines 16. Etagen hohen Hauses. Auch wenn der Aufstieg anstrengend war lohnte sich die Mühe. Zum Teil waren die Bäume hoher als die Häuser und einen Straßenverlauf konnte man schon lange nicht mehr erkennen. Und ganz im Hintergrund sah man das Kernkraftwerk.

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Weiter ging es zu einen weiteren Kindergarten, der Polizeistation mit angeschlossenen kleinen Gefängnis, einer Werkstatt, einer Feuerwehr, der Musikschule und zu einer eingestürzten Schule. Seit letzten Jahr tritt vermehrt auf, dass Häuser einstürzen. Das letzte war eine Schule in April diesen Jahres.

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Damit beendeten wir unseren beeindruckenden Aufenthalt in Prypjat und zugleich in der gesamten Sperrzone. Uns trennten nur noch zwei Tests an den Checkpoint. Dabei wurden die Fahrzeuge und auch wir auf radioaktive Strahlung untersucht. Die gründlichste Kontrolle fand am letzten Checkpoint statt.

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Bevor wir jedoch den letzten Checkpoint passierten und nach Kiew fuhren, fuhren wir noch in ein ein kleines Dorf nahe Weißrussland und besuchten eine Familie, die als Resettler zwei Jahre nach der Katastrophe zurück kamen.

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Ivan und Maria zeigten uns ihren Hof und luden und auf selbst erzeugten Wodka und Wein ein. Jeder durfte probieren. Nach einer kurzen Zeit verabschiedeten wir uns von den beiden und fuhren in Richtung Kiew.

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Helena unsere Reiseführerin verließ uns bereits am letzten Checkpoint und Michaela erst nach einer Verabschiedungsrunde in Kiew.

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Nun ging es für mich nur noch ins Hotel Duschen und in die Terrace Bar im Hotel um einen Ceasar Salad und zwei Bier zu genießen.

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