Jakobsweg 2013 – SJPdP – Orrison

20130707-163006.jpgMit dem Stempel ausgestattet konnte ich nun losgehen. Im Pilgerbüro erhielt ich die letzten Infos wo es lang geht.

Zunächst suchte ich in Saint-Jean-Pied-de-Port etwas zu trinken. Fand allerdings nur viele Restaurants. Da ich hier nichts essen wollte auch keine lohnenswerte Alternative. Nach nunmehr doch einer Stunde fand ich eine Pizzeria als Imbiss. Dort kaufte ich zum stolzen Preis von á 2€ zwei Flaschen Wasser 1,5liter.

Ausgestattet mit dem wichtigsten, dem Wasser, welches ich später auch dringend brauchte ging mein Camino los. Der Ort liegt auf einer Höhe von 169m und mein Zielort des Tages die Auberge Orrison auf 800 Meter und trennten nur 8km.

13:30 startete ich dann mit meinem Aufstieg. Der Start verlief noch ganz gut auch wenn es steil war aber das auf die Länge gesehen wurde immer schwierig. Und wie erwartet stellte ich mit mehrmals die frage nach dem warum und wie man so blöde Ideen haben kann. Auch meine zwei Müsliriegel halfen mit nicht wirklich über den Tiefpunkt.

Nach jeder Kurve hoffte man auf einen Abstieg aber nein es ging noch höher. Gegen 16 Uhr musste ich erstmal eine richtige Pause machen so mit hinsetzen. Ich stellte mein Handy auf 15 Minuten ein und legte mich am Straßenrand ins Gras.

Noch einer kurzen Motivationphase ging es Wiederwahl um einige Serpentinen rum. Und dann aufeinander tauchte die Auberge Orrison auf und man stand schon fast davor. Geschafft!

Stempel holen, einchecken und Duschen.

Nachdem ich die Sachen zum trocknen aufgehangen habe ging es auf die Terrasse mit dem genialen Ausblick über die Berge. Mit dem wissen, dass ich die gesamte Etappe wie im Führer beschrieben nicht geschafft hätte. Gut das ich hier gebucht habe. Aber vielleicht lag das auch an der fehlenden Nacht, kein Schlaf und der Anreise.

18:30 gab es dann das Pilger-Abendessen. Zur Vorspeise eine leckere Suppe mit Nachschlag dann ein Bohneneintopf mit Braten als Aufschnitt und eine Creme Brule. Achso von jeden soviel wie man wollte und dann Mengen an Rotwein. Nach dem 6. Glas war dann Feierabend für mich.

Nach dem essen gab es eine kurze Vorstellungsrunde, wer wo herkommt wieso er hier ist und wie weit er gehen will. Neben den vielen vertretenen Nationalitäten gab es sehr interessante Menschen. Ein deutscher der mit zwei Eseln unterwegs ist und das von Aachen gestartet. Oder meine neue Pilgerbekanntschaft Sonja. Sie kommt aus Uruguay und war dort Deutschlehrerin und stammt eigentlich aus Argentinien. Und viele weitere, ein holländisches paar welches für 2 Wochen die Herberge in SJPdP geführt hat und nun eine Woche selbst pilgert.

Danach ging es noch kurz auf Terrasse zum lesen und Bericht schreiben und dann ab und Bett.

Zu dieser Etappe bleibt nur zu sagen, wer so wie ich naiv ist und an Selbstüberschätzung leidet sollte diese Etappe wie ich an zwei Tagen machen. Zum einen hat man mehr zeit die Wahnsinns Aussicht zu genießen und die steilen Wege hoch zu kriechen. Aber es lohnt sich.

Heutige Etappe:
8km (noch ca. 789km bis SdC)
650m Aufstieg
Dauer: 3,5h

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