Jakobsweg 2013 – Pamplona – Puente la Reina

20130710-181236.jpgDie Nacht in Pamplona war ganz gut und ich konnte mich erholen. Gegen meine Erwartung war ich nicht der erste der das Aloha Hostel verließ. Denn alle die am Bulls Run teilnehmen wollten mussten bereits vor mir los. Mein Wecker klingelte 6 Uhr. Ohne Oropax hätte ich die Nacht aber nicht überstanden. Denn Pamplona hat die komplette Nacht für durch gefeiert und durch das offene Fenster hat mal alles mitbekommen.

Nach dem aufstehen gibt ich erstmal und die Küche und machte mir mein Frühstück. Neben Osaft und Kaffee gab es noch toastetet mit Marmelade für mich.

Gegen 6:45 verließ ich das Hostel und ging durch die Altstadt Pamplonas in Richtung des Zitadellenparks welcher allerdings durch das Festival gesperrt war. Die Rasenflächen die man betreten konnte waren voller Müll. Spuren einer Partynacht. Spätestens jetzt weiß ich auch warum im Pilgerforum jemand geschrieben hat das man zu San Fermin nichtmal eine Parkbank bekommt. Selbst am nächsten morgen lagen noch überall Menschen rum selbst auf dem Fußweg. Wird zeit dass ich gehe.

Über die Landstraße ging es nach Cizur Menor noch recht flach aber später auf Waldwegen wieder steiler. Schon ab hier konnte man die Hälfte der Etappe sehen, den Windpark auf dem Bergkamm. Es ging vorbei an den Ruinen des Burgpalastes der Grafen von Guendulain in Richtung des am Hang der Sierra Perdón liegende Zariquiequi. Dort an der Wasserstelle traf ich heute zum zweiten mal die Kanadierin. Jeden Tag trafen wir uns und kamen diesmal länger ins Gespräch. Sie reist auch alleine, ihr Weggefährte ist Kanadier und war deswegen zwei Tage mit ihr unterwegs. Jetzt wurde es auch mal zeit das man sich vorstellt, sie heißt Chantalle und hat fast zwei Monate Zeit will danach aber noch die Azoren besuchen um zu entspannen.

Der Pfad führte weiter hinauf zum Alto del Perdón mit seinem herrlichen Rundblick und einer eigenwilligen Pilgerskulptur.

Nun nach dem ganzen Anstieg ging es wieder steil abwärts. Der steinige Pfad wurde aber nach einiger zeit flacher und zu einem Wanderweg nach Uterga. Nun erreichte ich auch schon Muruzábal und kurz darauf Obanos. Vorbei an der Kirche hinunter zu einigen Strebergärten erreichte ich die erste Herberge. Das Hotel Jakue welches ich allerdings nicht nehmen wollte. Es sah von außen ganz einladend aus und ist privat aber ich wollte in Richtung Kirche zur Herberge der Padres Reparadores.

Hier angekommen das altbewehrte Programm. Auspacken, Duschen, Wäsche waschen, wasche aufhängen, Herberge erkunden und dann den Ort besuchen.

Der Ort Puente la Reina hat 2800 Einwohner und eine fast original erhaltene Altstadt vom Mittelalter. Die Calle Mayor zieht kerzenengerade hindurch. Ich besuchte die Iglesia de Santiago und kaufte mir beim Bäcker ein halbes Baguette und Salami und einen Osaft.

In der Herberge traf ich Hellen aus Schottland. Sie reist mit dem Fahrrad den Camino und braucht wohl zwei Wochen dafür. Auch eine enorme Leistung bei den Streckenverlauf und -Verhältnissen.

Zurück in der Herberge kurz nach 14 Uhr aß ich erstmal und legte mich später für zwei Stunden hin. Den Abend saß ich ein wenig im Gemeinschaftsraum und ging gegen halb sieben wieder in die Stadt um zu Abend zu essen.

Diesmal wird es aber wohl kein Menü geben sondern evtl. Einem Burger mit Pommes. Als ich aber in dem Restaurant war, welches eine kneipenathomsphere ausstrahlte wie in Deutschland morgens halb zehn. Somit entschied ich mich wieder rückwärts zu gehen. In virbeukauden erkannte ich zwei deutsch sprechende Leute Fire nur aus der Herberge bekannt waren. Ich sprach sie an und saß nicht mit einem Bier dazu. Die beiden sind seit zwei Wochen unterwegs und habe die Route uber den Somport Pass genommen. Nach kurzer Zeit ging ich weiter zum einkaufen. Werde mir Maccaroni Tomatensoße machen. Noch die Wäsche abhängen und ins Bett.

Heutige Etappe:
24km (noch ca. 705km bis SdC)
374m Aufstieg; 480m Abstieg
Dauer: 5:45h

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