Nordkorea 2016 – Tag 04 – Pyongyang

  
Da heute ein straffes Programm, alleine schon aufgrund des Marathons anlag war wecken um halb sieben. Eine Stunde später bereits die Abfahrt zum Stadion des 1. Mais. Es befindet sich auf der Insel Rungna mitten im Taedong Fluss. Gebaut wurde es 1989. In dieses Stadion sollen 150.000 Menschen passen. Groß ist es aufjedenfall.

Ich war der einzige unsere Fünfer Gruppe der nicht aktiv am Lauf teilnahm. Die anderen trauten sich an die verschiedenen Disziplinen. Im Stadion war nur die untere Hälfte gefüllt aber bestimmt immer noch über 60.000 Leute.

Während des Laufs sah ich mir das Fußballspiel an. So nach und nach trudelten die 10k Läufer ein. Wir Ausländer wurden extra in einen Block untergebracht. Noch interessanter als das Spiel war das beobachten der einheimischen. Diese schliefen mehr als das Spiel zu beobachteten. Aber einige Male kam scheinbar der Chef und weckte sie auf.

Genauso lustig fand ich dass keiner seinen Platz verließ. Weder während des Spiels noch bis weit nach Ende des Marathons bis zur Siegerehrung. Nur während der Halbzeit verließ gefühlt das ganze Stadion ihre sitze. Das wirkte ein wenig inszeniert.

Das Verkehrschaos hielt sich in Grenzen. Das lag aber eher daran das die 60.000 Koreaner alle zu Fuß unterwegs waren. Die Straßen sind generell leer hier. Nur die Busse behinderten sich gegenseitig, die die ausländischen Touristen wegbrachten.

Wir fuhren zunächst zum späten Mittagessen. Es war mittlerweile nach 15 Uhr. Dann schnell ins Hotel damit die Läufer auch mal duschen konnten.

Bei der Anschliessenden Fahrt sahen wir immer wieder Ansammlungen von Menschen mit bunten Hüten oder Fahnen, die für die Parade zum Geburtstag probten.

Nun besuchten wir das Große Monument auf dem Mansu Hügel, mit den beiden Präsidenten Kim. Wir kauften die obligatorischen Blumen und machten unsere Fotos. Achso eine Verneigung war auch erwünscht. Bei den Fotos war zu beachten dass beide Präsidenten immer komplett auf dem Bild zusehen sind.

Ursprünglich zierte dieses Monument nur  den ewigen Präsidenten Kim Il Sung. Gebaut wurde es immatrikuliert 1972. Nach dem Tod des Generals Kim Jong Il wurde auch seine Statue hier aufgestellt.

Interessant ist, dass der Titel Präsident nicht mehr vergeben wird. Es wird immer Kim Il Sung der Präsident bleiben. Sein Sohn ist der General Kim Jong Il, dessen Titel auch nicht mehr vergeben wird. Der lebende Kim, Kim Jong Un beansprucht für sich den Titel Marschall.

Links und rechts der beiden Statuen befanden sich jeweils ein großes Monument mit einer Flagge. Eines als Erinnerung an die anti japanische Revolution und das zweite für die sozialistische Revolution. Die Denkmäler sind über 20 Meter hoch und 50 Meter lang.

Am Berg unterhalb des Denkmals befand sich die Chollima Statue. Diese ist 46 Meter hoch und handelt über ein Pferd welches laut sage über 400 km am Tag laufen konnte. Das spiegelt heute den Willen der Koreaner wieder. Vorallem den in Pyongyang Lebenden, da diese Stadt   komplett zerstört wurde und durch den Willen der Menschen wieder größer und schöner aufgebaut wurde.

Dann hatten wir das seltene Glück mit der ubahn zu fahren. Diese sind die alten Berliner wagen. Mittlerweile gibt es auch ein eigenes neueres Modell.

Interessant waren hier die Blicke und die Neugier gerade bei den Kinder sobald sie uns sahen. Natürlich waren Gespräche nicht möglich und verboten.

Sowieso konnte man viele Kinder beobachte die spielten und so glücklich damit waren dass ich immer wieder an die Zeiten und das Leben vor dem Mauerfall denken musste. So oder so ähnlich war es da wohl auch.

Nach einen kleinen Spaziergang auf der Straße der Wissenschaftler ging es zum Abendbrot und damit zum Tagesabschluss.

  
    
    
    
    
 
   
    
    
    
    
    
    
   

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