Jakobsweg 2016 – Porto – Vila do Conde


Ein wenig wenig müde will ich dennoch den Blog von heute fertig stellen.

In der Jugendherberge in Porto gab es ab 8:30 Uhr Frühstück. Ich stand halb acht auf um meinen Rucksack für die Pilgerreise Fertig zu packen. Heute war die deutsche Gruppe weg dafür eine noch größere französische Schulklasse da.

Um 9 Uhr startete ich. Zunächst ging es direkt and Ufer des Rio Douro. Beim Wetter wusste man noch nicht genau was es will. Aber es blieb trocken.

Eigentlich startet die Etappe ja in Porto an der Kathedrale. Danach gestern schon da war und einige Kilometer durch die Altstadt gelaufen bin startete ich direkt an der Jugendherberge. Diese lag praktisch am der Litoral Variante des caminos. Also nicht die offizielle Küstenvariante oder der Central weg. Aber weitaus schönere weg direkt am Ufer des Flusses und später am Meer oder teilweise direkt am Strand.

Zwischendurch kam nun immer wieder die Sonne raus und mit 20 grad war es zu warm für einen Pullover. Vorbei am Leuchtturm ging es nun direkt am antlantik in Richtung Norden. Die wegkennzeichen waren nun öfters zu sehen aber wiesen meist auf den fussweg der Promenade hin und nicht auf den Weg direkt am Strand. Deshalb wechselte ich meist mehr zum Meer hin.

An der Festung S. Francisco Xavier, Spitzname sie Käseburg, die einst die Küste vor Angriffen sicherte ging es nach Matosinhos. Hier holte ich in der Touristeninfo einige Tipps und meinen nächsten Stempel ab.

Anschließend führte mich mein Weg durch das Gewerbegebiet. Hört sich schlimmer an als es war. Es war viel Fischmarkt hier. Leider nichts für mich aber ein Einblick ins Geschehen hier. Nun ging es über die Brücke vorbei am Containerhafen wieder direkt am Strand entlang.

Ich machte eine kurze pause um etwas zu trinken und meinen Apfel zu essen. Weiter ging es vorbei an Portugals größten Leuchtturm. Der Farol da Boa Nova hat ein Licht welches bis zu 52 km reicht.

Bisher sah ich nur einen Pilger in Matonsinhos. Aber einige einheimische feuerten mich auf den Weg bereis an und zeigten mir Ihre Achtung für das was ich tue. Schönes Gefühl.

Nun began der mir aus Bildern bekannte Weg direkt durch die Dünen auf Holzwegen. Man lief ab und zu im zick zack aber die Aussichten auf das Meer einfach traumhaft. Da störte selbst die riesige Ölraffernerie auf der landesinnenseite nicht.

In Aldaia Nova machte ich erstmal einen Kaffeestopp. Für 1,10€ direkt am Ufer einen großen Kaffee. Geht nicht billiger. In der Zwischenzeit studierte ich die Karte um mir den restlichen Weg anzusehen. Weiter ging es auf den holzwegen vorbei an einem obelisken nach Angeiras.

Angeiras ist ein kleines Fischerdorf mit einer malerischen Kulisse. Nach einigen Kilometern kam ich in meinen geplanten Etappenziel Vila Chã an. Dänisch wie beschrieben später in Porto startete entschied ich mich weiter zu laufen bis nach Vila do Conde.

Auf dem Weg begegnete ich einen Radfahrer der Kuh später auf deutsch einiges zum Weg fragte. Für Fahrradfahrer ist es meist unvorstellbar 25-30 Kilometer pro Tag bei Wind und Wetter zu laufen. Für mich gilt das gleiche für Radfahrer mit 50-100 km am tag.

Kurz vor Vila do Conde zeigte der Weg seine gemeine Seite. Kilometer lang nur Pflastersteine an einer Hauptstraße. Dann wen man kaputtrisse und die Fuß weh tun noch auf diesen Untergrund zu laufen macht keinen Spaß. Mittlerweile sind mir tatsächlich 5 Pilger begegnet. Zwei davon traf ich später nochmal beim Abendessen.

Vila do Conde empfing mich mit den Blick auf das Kloster Santa Clara Aus dem Jahre 953. Ein LKW Fahrer hupte und zeigte mir den Daumen hoch als Begrüßung. Top! Ich ging über die Brücke zur Albergue Santa Clara. Diese Herberge machte erst im März letzten Jahres auf und kostete 7,50€ die Nacht. Hier gönnte ich mir zunächst eine Dusche und lud mein Handy auf.

Dann kaufte ich für den morgigen Tag Wasser und Obst und für den heutige Abend zwei Dosen Bier. Zusammen 1,30€.

Das Bier trank ich auf der dachterasse in der Unterkunft und ging dann um 19 Uhr zur Messe in der Klosterkirche. In Spanien 2013 sah ich mir nur die Messe in santiago an. Hier dachte ich mir als Start eine zu sehen ist auch nicht verkehrt.

Nun ging es ins Restaurants Ramon für mein Pilger essen. Für 8€ gab es Brot mit Oliven und einen Salat. Dazu Schweinesteak mit Pommes und Reis und als Nachspeise Fruchtsalat und einen Espresso. Achso und eine halbe Flasche Weißwein.

Später ging ich wieder in die Herberge um den Bericht zu schreiben und ein wenig für morgen vorzubereiten.

Interessant ist auch wie der Körper reagiert. Die letzen Kilometer sind schwierig weil die Füße schmerzen. Sobald man da ist Schuhe aus und duschen. Das tut gut, dann Ruhe, sobald man aufsteht tut alles weh. Schulter, Fuß und vorallem Oberschenkel. Nach einer Weile sightseeing geht alles wieder prima. Man könnte direkt weiterlaufen. Bis man wieder zur Ruhe kommt. Den Füßen geht es gut nur die Schultern schmerzen aufgrund des Gewichtes ein wenig. Die gewöhnen sich auch noch daran.

Diese Etappe:

Start: 9:00h    Ende: 16:00h
Distanz: 30,5km   Dauer: 6:53h
Aufstieg: 178m   Abstieg: 199m
Geschwindigkeit und Dauer ohne Pausen: 5 km/h   5:59h
Schritte: 39.000
Noch 220 km bis Santiago


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