Jakobsweg 2016 – Vila do Conde – Barcelinhos


Eigentlich war geplant heute wieder bis halb 8 zu schlafen und dann langsam alles fertig zu packen und später irgendwo an der Strecke zu frühstücken.

Als ich kurz nach sieben wach wurde sah ich wie die anderen 4 Frauen in meinen 10 Bett Zimmer bereits packten. Da ich auch nicht mehr schlafen konnte entschied ich mich kurzerhand mich auch fertig zu machen.

Als ich halb acht an der Straße stand uns losmarschieren wollte sah ich dass es nachts geregnet hat. Und es war leiht am nieseln. Das sollte mich auch noch einige stunden begleiten. Als der Nieselregen immer mehr würde stoppte ich kurze um vorallem mein Rucksack mit dem Regenschutz abzudecken. Dabei ging es mir vorallem im meinen Schlafsack der oben drauf lag. In diesem Moment zog ich natürlich meine Regenjacke gleich mit an.

So langsam Verlies ich Vila do Conde und der Tag brach an und es wurde heller. Auch heute gab mir wieder ein LKW Fahrer thumbs up. Oder war es der gleiche wie gestern? Oder habe ich was falsch gemacht? Egal ich glaube einfach daran dass er es gut meint.

Achso wichtig ist vielleicht noch, dass man in Vila do Conde sich entscheiden kann den Caminho Portugues da Costa weiterzulaufen oder wie ich die Verbindung zum Caminho Portugues Central, den historischen Weg zu gehe . Ab Arcos ist man dann auf eben diesen. Meine Entscheidung fiel auf den Wewechsel aufgrund vieler guter Tipps auf dem pilgerforum. Danke nochmal an dieser Stelle dafür. Obrigado!

Ein Plan war es zudem in Arcos nach knapp zwei Stunden Wanderung meine Frühstückspause hier zu machen. Was ich bis dahin nicht wusste, dass Café welches ich aufgrund Überfüllung (portugiesische Fussbalmanschaft voller Kinder) ich übersprungen hatte, das einzige war. Also lief ich insgesamt vier Stunden ohne Frühstück und Pause.

Dann reichte es mir und ich stoppte auf einen ländlicheren Abschnitt. Endlich wird der Camino schöner und ländlicher. Ich geher doch lieber durch Wälder und Felder als die ganze Zeit durch Städte und Dörfer. Hör bei der Pause aß ich meine banane und ein schokohöhrnchen.

So langsam kam auch wieder die Sonne raus. Die Strecke wurde immer unebener. Es gab zwar keine großen Steigungen aber es war ein auf und ab.

Zu meiner Erleichterung sah ich irgendwann ein Schild mit der Aufschrift Bar und Restaurante Antonio in 1,7 km. Da man als Pilger Kilometer ganz schnell in Minuten und Stunden umrechnet wusste ich, dass ich in 25 Minuten da sein muss.

Und tatsächlich. Endlich Frühstückspause oder eigentlich hin eher Mittagspause. Daher gab es für mich ein Bier und einen Thunfisch Eier Salat. Und Antonio der Wirt gab mir noch hilfreiche  Tipps zum weiteren Weg und stempelte meine credencial ab.

Wiedereinmal zogen die letzten 10 Kilometer sich und die Füße Tagen weh. Daher entschied ich mich statt in Barcelos auf der anderen Seite des Flusses  Rio Cávado in Barcelinhos zu stoppen und eine Herberge zu suchen. Ebensonsprichz dafür, dass die einzige Herberge in Barcelos nur sehr klein ist und man notfalls zurück muss. Daher der Stopp einen Kilometer eher.

Die Entscheidung in welche Herberge es für mich ging war Zufall. Es gab die, die ich bevorzugte der Gruppe einer Folklore Schule und einer Bruderschaft Montanha sowie ein Hostel. Ich ging zur Albergue der Bruderschaft. Dort klingelte ich und wartete. Es gab drei klingeln. Eine Nachbarin half mir und betätigte eine andere. Daraufhin kam eine Dame die koch reinließ. Ich war der erste. Ich suchte mein Bett aus und die Dame erklärte mir alles auf Portugiesisch. Danach nichts verstand rief sie jemanden an der mir auf englisch meine Fragen beantwortete.

Den Rest verstand ich mehr oder weniger von ihr. Ich duschte zunächst und unterzog meinen Klamotten einer Handtasche. Hauptsache es trocknet rechtzeitig. Dann ging ich in den Supermarkt um die Ecke und kaufte Obst und limo sowie Bier. 

Mit dem Einkauf machte ich mich auf den Weg ins benachtbare Barcelos und besichtigte das Zentrum sowie die Ruinen des Grafenpalastes. Dann ging ich in ein Bistro und nahm mir draußen einen Tisch und bestellte zwei Bier und blätterte in meinen Reiseführer.

Nun ging es zum pilgeressen in die Cantinho de Peregrino. Und was sah ich hier deutsche Bundesliga mit Bayern gegen Gladbach. Das beeinflusste meine Wahl des Platzes extrem. Der Wirt verstand warum. Er verschwand und machte meine Suppe fertig und die halbe Flasche Vino Tinto sowie einen Teller aller Fleischsorten. 

In der Herberge angekommen nahm ich meine noch nicht ganz trockene Wäsche ab und ging sie drinnen an mein Bett. Das wird schon! Wie sich herausstellte bin ich alleine im Haus. Laut dem Buch der Herberge waren gestern noch 5 Pilger hier. Ob es am Regen oder Wochenende lag? Keine Ahnung. Vielleicht sind die meisten auch in den anderen ändern Herbergen wie im Führer beschrieben untergekommen. Aber diese hier ist zwei Jahre alt und top! Für 5€ genauso teuer wie das Pilgermenu.

Ich werde noch mein Bier trinken und früher ins Bett gehen. Morgen wird wohl wieder nass und ein langer Tag. Geplant eigentlich 35. mal sehen was der Körper sagt. Wenn es klappt habe ich bereits nach 3 Tagen einen kompletten aufgeholt zu meiner Vorplanung. Evtl. Ziehe ich alles ab santiago einen Tag vor und mache wie in finestere einen Tag Pause in Muxia.

Diese Etappe:

Start: 7:30h Ende: 15:00h

Distanz: 30,0 km Dauer: 7:27h

Aufstieg: 401m   Abstieg: 369m

Geschwindigkeit und Dauer ohne Pausen: 4,8 km/h 6:13h

Schritte: 40.159

Noch 190 km bis Santiago

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