Jakobsweg 2016 – Barcelinhos – Ponte de Lima


Es hat die ganze Nacht gestürmt und geregnet und ein Unwetter gegeben. So entschloss ich mich kurzerhand den Wecker um eine halbe Stunde später klingeln zu lassen. Ich hatte ja alle Zeit, war ja auch immer noch alleine in der Herberge.
So ging es kurz vor acht auf meinen Weg. Zunächst über die Brücke dann nach Barcelos wo ich ja bereits gestern schon war. Diesmal aber ohne Stopp und nur kurz durch das Zentrum dann in die Ausfallstrasse raus aus Barcelos.

Und tatsächlich hat es aufgehört zu regnen sah aber immer noch dunkel aus. Vorbei ging aus auch an einer Rinderherde mit böse aussehenden Hörnern.

Diesmal machte ich auch nicht den Fehler von gestern, erst nah mindestens 2 Stunden Frühstückspause zu machen. Ich nahm gleich nach einer Stunde die erste Gelegenheit wahr. Es stellte sich als goldrichtig heraus. Lange Zeit danach kam nichts mehr.

Es ging vorbei an Ribeira, Portela de Tamel mein eigentliche Ziel für heute und an Casa Fernanda.

Ich sah heute wieder keinen Pilger. Bin ich alleine hier, nur zwei, die kamen mir aber entgegen. Sie gehen entweder nach Porto oder Fatima.

Ebenso sah ich noch ein paar Jäger mit Hunden. Mich haben sie aber in Ruhe gelassen. Das schöne heute war vorallem die Begegnungen mit den vielen Fahrradfahrern, alle Grüßten mich mit Bom Caminho! und ich erwiderte es. Das verbindet einen egal ob zu Fuß oder auf dem Rad.

Ebenso war diese Etappe endlich ländlich geprägt. Und wurde nur hin und wieder von Dörfern unterbrochen. Auch hin und wieder Kopfsteinpflaster ab es hielt sich in Grenzen. Es erinnerte mich heute stark an den Camino Frances.

Diese Etappe war über 35km lang. Aber mit Barcelos und Ponte de Lima als Start und Endpunkt die wohl einzige wahre Variante. Natürlich gab es unterwegs noch ein paar Herbergen für alle die nicht so weite gehen wollten.

Gegen 12 Uhr fünf es zum ersten Mal an zu nieseln und später richtig an zu regnen fast bis Ponte de Lima. Aber einmal nass und dann geht es nicht mehr schlimmer. Wichtig für morgen Herberge mit Waschmaschine und Trockner finden.

In Ponte de Lima checkt ich für 5€ und duschte zunächst dann fragte ich nach dem Restaurant die das Pilgeressen. Angekommen bin ich 16 Uhr wie geplant gefühlt aber langsam unterwegs durch das viele auf und ab. Die Etappe war anstrengender als gedacht nicht nur wegen der länge. Die letzten 10 Kilometer waren erträglich.

Als ich nach ein bisschen Sightseeing das Restaurant fand bestellte ich zunächst ein Bier. Dann das Menü mit Suppenwürfel Rindfleisch mit Pommes und Reis und einen zweiten Bier. Alles für 9,50 € ganz in Ordnung. 

Eigentliches Etappenziel für morgen ist Rubiaes aber nur 17 km und ohne Waschmaschine deshalb werde ich wohl bis Quinta estrada romana gehen, ca 27 km.

Diese Etappe:

Start: 8:00h Ende: 16:30h

Distanz: 35,5km Dauer: 8:30h

Aufstieg: 527m Abstieg: 542m

Geschwindigkeit und Dauer ohne Pausen: 4,6 km/h 7:33h

Schritte: 50.183

Noch 155 km bis Santiago

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