Jakobsweg 2016 – Ponte de Lima – Paços


Die nacht hat es wohl noch ein wenig geregnet. Aber ich wusste das dieser Tag trocken und sogar sonnig sein wird.

Vergessen habe ich noch euch mitzuteilen, dass ich vor zwei Tagen die ersten Blasen bekommen habe. Aber durch meine fachmännische Bearbeitung funktionierte das laufen gut. Ebenso traf ich gestern knapp 1 km vor Ponte de Lima die ersten Pilger an einer kleinen Kirche. Diese machten da alle Pause. Später sah ich sie in meiner Herberge wieder. Waren wohl alles Portugiesen.

Ich stand heute um sieben auf so das ich gegen halb acht auf Tour war. Trotz einer nahen Autobahn genoss ich den erwachenden Tag. Vorallem kam langsam wieder die Sonne zum Vorschein. Bei Arcozelo war sie dann endgültig da. Alles war noch von Bodennebel bedeckt.

Nach ca. 2 Stunden machte ich meine Kaffeepause mit einem großen Kaffee und  einer Cola. Direkt danach Beginn auch schon der erste Aufstieg. Diese Etappe erinnerte mich stark an die ersten beiden des Camino Frances. Schönes Wetter Sonne und dann durch die kleinen Bergdörfer in wirklich schöner Landschaft.

Hier gab es viele Weinreben unter denen man teilweise her lief und oft hingen auch noch Trauben daran. Der eschwerliche Part stand mir aber noch bevor. Der steinige Aufstieg auf den Alto da Portela auf 400 Meter. Anstatt den normal Straßen ging man querfeldein über treppenartige Steine.

Umso schöner war es oben am Gipfel. Dort waren bereits zwei andere Pilger. Eine davon eine Amerikanerin. Diese half mir auch kurz den Weg zu finden nachdem wir unser Wasser aufgefüllt haben. Wir kamen kurz ins Gespräch.

Nun erreicht ich das empfohlene Etappenziel Rubiães. Es war genau mittags und die Herberge noch geschlossen. Ansonsten hätte ich mir einen Stempel abgeholt. So ging es ohne Unterbrechung weiter.

Die nächsten zwei Stunden verliefen oft auf einer römischen Straße. Das kam den Schmerzen an den Füßen nicht zu gute aber durch die schöne Etappe und dem nahe kommenden Ziel fiel es nicht schwer ins Gewicht.

14:30 kam ich in meiner geplanten Herberge der Quinta Estrada Romana an. Es gab auch noch einen Platz für mich. Das nächste Etappenziel Valenca ist ca. 7 km entfernt.

Der Besitzer der Herberge empfing mich ganz nett und erklärte mir alles und zeigte mir die Betten. Hier muss der Rucksack in einem Beutel und man brauch und darf seinen eigenen Schlafsack nicht benutzen. Dafür hat man ja richtiges Bettzeug.

Die Unterkunft kostet 25 € aber dafür mit Abendessen und Frühstück. Die Wäsche war auch inklusive. Aber ohne Trockner.

Ich gönnte mit ein Bier recherchierte meinen nächsten Tag. Dabei merkte ich, dass den einen Tag den ich herausgelaufen habe mir leider nichts nützt. Für die Etappe zurück zum Meer und dann mit den Boot weiter fehlen mir 1-2 Tage. Und Santiago vorziehen geht nicht da dass Hotel ausgebucht ist. Ansonsten hätte ich einen Ruhetag in Muxia eingelegt.

Ich bin gespannt auf das Abendessen und auf die Bekanntschaften. 3 deutsche sind schonmal da die ich bereits in Ponte de Lima gesehen habe. Eine Gruppe von 6 Portugiesen soll noch kommen.

Diese Etappe:

Start: 7:30h Ende: 14:30h

Distanz: 28,6 km Dauer: 7:10h

Aufstieg: 658m Abstieg: 655m

Geschwindigkeit und Dauer ohne Pausen: 4,5 km/h 6:15h

Schritte: 40.155

Noch 127 km bis Santiago


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