Jakobsweg 2016 – Paços – O Porriño


Noch zwei Nachträge zum gestrigen Tag. Das Abendessen war lecker. Es gab Salat und Spaghetti und ein Schluck Portwein und Vino Tinto sowie Eis. Ebenso gesellte sich zu uns die Besitzerin der Albergue, Lesley. Eine Kanadierin welche den Camino selbst vor ein paar Jahren gelaufen ist. Aber nie wie ihr man den Frances. Irgendwann kauften sie diese Farm und das Gebäude und eröffneten die Quint Estrada romana.

Zuvor am Tage hatte ich noch eine andere Begegnung. Als ein Pilger vormalige die Kreuzung ohne Probleme überquerte und ihm eine Portugiesin im da nachtun wollte kam ein Hund aus dem Grundstück rausgerannt und auf sie zu.

Sie sprang gerade noch weg und konnte einen Sturz verbinden. Sie wartete dann auf mich. Ich nahm meine Stöcke ging zwischen ihr und dem Hund und hatte im Notfall mich damit den trekkingstöcken geschützt.

Aber diesmal kam der Hund jichtbwiedd raus und guckte uns nur an. Sie bedankte sich bei mir und nannte mich ihren bodyguard. Gut das es geklappt hat.

Die Nacht in der Albergue war ein Alptraum. Und es lag nicht am Haus oder sonst am Besitzer. Wie hätten einen Brasilianer im Zimmer der Einkauf schnarchte dass alle anderen keinen oder kaum Schlaf bekamen. Ebenso musste ich erneut leider feststellen, dass Portugiesen zwar lebensfrohe Menschen sind und gesellig. Aber auf einer Pilgerreise keine Rücksicht auf andere nehmen. Klar ginge sie von jeder Nation solche. Aber bissher missmoch sagen trifft es auf fast alle Portugiesen denen ich hier begegnete zu.

Sie machen Lärm bis spät in die Nacht auch nach 22 Uhr im Schlafraum. Sie handys Klingeln sie telefonieren mit Lautsprecher, sie packen morgens sehr lange und rascheln und quatschen und lachen dabei wenn andere vielleicht noch ein wenig schlafen wollen. Das habe ich so nur in Spanien auf den letzten 100km gesehen.

Ansonsten gibt es zur heutigen Etappe nicht so viel zu Schreiben. Nach dem Frühstück in der Herberge lief ich gegen 8:30 los. Nach ein paar Kilometern erreichte ich schon die letzte Stadt in Portugal valenca.

Hier entschied ich mich den kleinen Abstecher in das Fort zu machen. Durch ein Tor ging es dann in die Festung die heute viele kleine Geschäfte beherbergt. Lohnen tut es sich aber auch alleine wegen der Aussicht auf dieninternationale Brücke und auf Tui.

Über die Brücke lief ich natürlich auch um nach Spanien zu kommen. In der Mitte war die Markierung der Grenze in Form von Fußspuren.

In Tui lief ich zunächst runter an den Fluss um dann wieder hoch zur Kathedrale zu gehen. Kurz danach machte ich keine Kaffeepause.

Nun zog sich die doch recht kurze Etappe von 27 Kilometern bis o Porriño. Es ging mal durch Walde durch Dörfer immer wieder über die Autobahn aber wenigsten alles bei besten Sonnenschein. Es war sogar teilweise sehr heiß. 

Wichtig auf dieser Route sind seine Alternativen Routen. Zum einen die um das Industriegebiet zu umgehen. Komischerweise sind bei den mehrmals beschreibenden abzweig die Pfeile alle geschwärzt. Sie wollen wohl das man durch Industriegebiet geht. Aber dennoch kann und sollte man die Alternative gehen. Und zweitens genaue das gleiche Problem mit entfernten Pfeilen die Alternative kurz vor o Porriño am Fluss entlang direkt zu Herberge anstatt durch die Straßen ins Zentrum.

In der privaten Herberge angekommen bezahlte ich das Zimmer für 10€ und duschte erstmal. Dann ging ich ins nahegelegene Zentrum und trank zwei Bier in der Bar barraca. Dabei gab es sogar leckere Snacks gratis und dafür garnicht mal so klein.

Dann wieder in der Herberge traf ich das deutsche Pärchen die auch hier eincheckten. Wir gingen später am Abend ins Zentrum zurück um dort zu Abend zu essen. Dort war bereits die dritte im Bunde so dass wir wie gestern wieder vereint waren. Nach einer kleinen vorstelungsrunde schmeckte die Pizza und die drei Bier gleich viel besser. Alles zusammen für mich 13,90€ recht human. Und sooo lecker. Zwischendurch brachte der koch auch immer wieder Snacks.

Gegen 22 Uhr gingen wir zurück und verabschiedeten und an der Herberge. Mal sehen ob uns unsere Wege morgen wieder zusammenführen. Geplant ist nichts, genau das ist das schöne.

Diese Etappe:

Start: 8:30h Ende: 15:15h

Distanz: 27,3 km Dauer: 5:51h

Aufstieg: 319m Abstieg: 323m

Geschwindigkeit und Dauer ohne Pausen: 4,9 km/h 5:33h

Schritte: 36.150

Noch 99 km bis Santiago

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